Bindehautchirurgie

Entfernung von Tumoren der Bindehaut und Hornhaut

 Tumoren der Bindehaut können unterschiedlichste Ursachen haben, die sich in vielen Fällen nur durch eine Untersuchung des Gewebes unter dem Mikroskop nachweisen lassen. Nach der entweder kompletten oder teilweisen Entfernung der Gewebeteile kann durch die enge Zusammenarbeit mit dem Pathologischen Institut des Klinikums Nord nach der detaillierten Aufarbeitung des Gewebes die Diagnose gestellt werden. Daran anschließende weitere Operationen zur Entfernung von Restgewebe oder die plastische Deckung werden durch die Operateure der Augenklinik je nach Größe und Lokalisation der Defekte durchgeführt.

 

Entferntes Pterygium unter dem Mikroskop bei 10facher Vergrößerung, HE Präparat
Entferntes Pterygium unter dem Mikroskop bei 10facher Vergrößerung, HE Präparat

Entfernung von Flügelfellen (Pterygium)

Unter dem Pterygium wird eine Gewebswucherung der Bindehaut verstanden, die auf die Hornhaut übergreift. Das Pterygium ist operabel und in der Regel gutartig, neigt allerdings zu Rezidiven. Diese Wucherung ist eine oft dreieckige Bindehautfalte im Lidspaltenbereich, die meist von der Nasenseite aus in Richtung Hornhautzentrum wächst. In ausgeprägten Fällen kann eine Verziehung der Hornhaut auftreten, die zu einer Hornhautverkrümmung führt und die Sehschärfe beeinträchtigt. In der Regel sollte man vor dem Auftreten dieser Komplikation eine operative Entfernung durchführen. Früher wurde häufig nur eine Entfernung ohne weitere Maßnahmen durchgeführt, die Gefahr eines Rezidivs war dann sehr hoch. Daher verwende ich daher immer ein Bindehauttransplantat von einer anderen Stelle des Auges, um das erneute Vorwachsen des Pterygiums zu verhindern. In besonderen Fällen wird auch zusätzlich ein wachstumshemmendes Medikament während der Operation verwendet.

Pterygium vor Operation
Pterygium vor Operation
dasselbe Auge 3 Monate nach Operation mit Transplantat der Bindehaut.
dasselbe Auge 3 Monate nach Operation mit Transplantat der Bindehaut.